UNSICHTbar

2024

Über ein Jahr lang haben wir partizipativ diese Collage von Szenen entwickelt, die unter die Haut gehen können. Beim Improvisieren sind Texte und Schritt für Schritt die Ideen entstanden. Viele Geschichten aus dem Umfeld der Theatergruppe und manchmal auch von vorübergehenden Teilnehmerinnen der Gruppe wurden erzählt und aufgeschrieben. Diese Auswahl hier von nur 8 Szenen hat die Mitspieler und Mitspielerinnen (mit Wurzeln in Gambia, Irak, Nigeria, Russland, Türkei, Togo, Ukraine, und Deutschland) dazu bewegt, sie aus dem unsichtbaren Bereich ins Licht zu rücken. Manchmal werden Geheimnisse sogar mit ins Grab genommen. Andere Erfahrungen von Unsichtbarkeit wie Armut, verborgene Krankheit, wirkliche Identität, können Menschen an den Rand bringen. Sie kämpfen mit der Unsichtbarkeit und wünschen sich, sichtbarer zu werden.

Die Geschichten spielen in vielen Ländern und werfen Licht auf Geheimgefängnisse, auf verborgene Armut, auf unsichtbare Gewalt und Täuschung und sie erzählen vom Mut der Protagonistinnen. Die Eingangsgeschichte ist eine wahre Geschichte des bekannten Journalisten Michael Killo im Geheimgefängnis von Damaskus. Die Geschichten am Ende der Collage erzählen von Frauen, die Gewalt erfahren haben und lange Zeit das Geheimnis mit sich herumgetragen haben.

Stellvertreter und Stellvertreterinnen spielen auf der Bühne- damit die wirklichen Personen geschützt bleiben. Tücher verhüllen, schützen, verbergen – und sie geben die Einzelnen wieder frei in die Sichtbarkeit

Dauer: 70 Minuten, keine Pause. 

Leitung: Clemens Schaub, Monika Hermann 

Musik: Jonas Menz

Mitspieler und Mitspielerinnen: Baboucarr Boye, Eva Antipova, Necdet Gani, Kateryna Nemchenko, Roland Marshal, Neshtiman Mohammad, Carla Schönhuth, Kassandra Lippe, Annette Schledermann, Christina Hildebrand

Mit freundlicher Unterstützung durch Schaltwerk und durch JOBRAD – ohne die diese Aufführungen nicht möglich gewesen wären.